Zimmerpflanzen

... die Guten ins Kröpfchen

Viele Zimmerpflanzen in unseren Wohnungen sind für Wellensittiche mehr oder weniger giftig. Da Wellensittiche für ihr Leben gerne alles benagen, was ihnen vor den Schnabel kommt, kann das durchaus gefährlich werden. Auch wenn sich das Befinden eines Vogels nicht sofort verschlechtert, kann es mit der Zeit zu Gesundheitsschäden kommen.

Im Zweifelsfall sollten Sie die Pflanzen zumindest während des Freifluges aus dem Zimmer entfernen.

Wie bereits im Text über die Sicherheit im Freiflugzimmer erwähnt wurde, sollten sämtliche Kakteenarten grundsätzlich aus dem Wellensittichzimmer entfernt werden. Ihre die Stacheln besitzen oftmals kleine Widerhaken, wodurch es zu äußerst schmerzhaften und langwierigen Verletzungen kommen kann.

Neben vielen ungenießbaren Zimmerpflanzen, gibt es durchaus auch solche Pflanzen, die für die Vögel ungefährlich sind. Beim Kauf sollten Sie in erster Linie auf den lateinischen Namen der Pflanze achten, da die deutschen Bezeichnungen oft ungenau und widersprüchlich sind. Ein kleiner Schwarm neugieriger Wellis kann den Bewuchs auf der Fensterbank zeitnah niedermähen, also retten Sie Ableger Ihrer liebsten Pflanzen frühzeitig.

Die folgenden Listen zeigen eine Auswahl geeigneter und ungeeigneter Zimmerpflanzen. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Angaben wurden von uns sorgfältig geprüft, dennoch können wir keine Garantie für ihre Richtigkeit übernehmen.
Besitzen Sie bereits Pflanzen, die in unseren Listen nicht erwähnt sind, finden Sie Angaben zu einer eventuellen Toxizität in der Gift-Datenbank der Uni Zürich.

Kräuter in Töpfen

TIPP

Neben Zimmerpflanzen kann man auch Töpfe mit verschiedenen Küchenkräutern im Vogelzimmer aufstellen.
Sie können auch Wellensittichfutter aussähen - schmackhafter Zimmerschmuck, der garantiert nicht lange unbeachtet bleiben wird.

Listen zum Herutenladen und Ausdrucken Geeignete Pflanzen Ungeeignete Pflanzen


Geeignete Pflanzen im Wellizimmer

  • Amaranth (Amaranthus caudatus)
  • Australischer Flaschenbaum (Brachychiton rupestris)
  • Bambus (Phyllostachys spp.)
  • Bananenpflanze (Musa spp.)
  • Bergpalme (Chamaedorea elegans)
  • Blaues Lieschen (Exacum affine)
  • Frauenhaarfarn (Adiantum spp.)
  • Frauenschuh (Cypripedium calcedus)
  • Geweihfarn (Platycerium bifurcatum)
  • Gloxinie (Sinningia-Hybriden)
  • Golliwoog® (Callisia repens)
  • Jasmin (Jasminum spp.)
  • Kamelie (Camellia japonica)
  • Katzengras (meist Weizen, Triticum spp. L.)
  • Kentia Palme (Howea forsteriana)
  • Kokospalme (Cocos nucifera)
  • Kokospälmchen (Lytocaryum weddelianum, Microcoelum weddelianum, Cocos weddeliana, Syagrus weddeliana)
  • Krossandre (Crossandra spp.)
  • Lycaste-Orchidee (Lycaste spp.)
  • Pantoffelblume (Calceolaria spp.)
  • Pellefarn (Pellaea rotundifolia)
  • Phoenixpalme (Phoenix canariensis)
  • Schamblume (Aeschynanthus speciobus)
  • Schildfarn (Polystichum spp., Cyrtomium spp.)
  • Schusterpalme (Aspidistra elatior)
  • Schwertfarn (Nephrolepsis spp.)
  • Streifenfarn (Asplenium nidus)
  • Tigerorchidee (Odontoglossum spp.)
  • Zimmerahorn (Abutilon spp.)
  • Zimmerbambus (Pogonatherum paniceum)
  • Zyperngras (Cyperus spp.)

Ungeeignete Pflanzen im Wellizimmer

Welli benagt Zimmerpflanze

VORSICHT

Pflanzen wie der Bogenhanf, Drachenbaum und Yucca (auch Palmlilie genannt) tauchen in unterschiedlichen Listen mal als ungiftig, dann wieder als giftig auf. Die Blätter dieser Pflanzen enthalten Steroidsaponine, welche bei Katzen und Hunden als Verursacher von Schleimhautreizungen und sogar Blutzersetzungen mit Todesfolge verantwortlich gemacht wurden. Diese Wirkungen sind bis jetzt bei Vögeln noch nicht nachgewiesen, wir raten allerdings trotzdem zur Vorsicht.

Eine ebenfalls sehr beliebte Zimmerpflanze ist der Ficus. Hiervon werden bei uns unterschiedliche Arten verkauft, wie etwa der so genannte Gummibaum, die Birkenfeige (Ficus Benjamina), der Feigenbaum, der Kletterficus (auch Kletterfeige genannt), usw. Diese Ficuspflanzen gehören zur Gattung der Maulbeerbaumgewächse. Ihr Milchsaft enthält u. a. flavonoide Verbindungen und Furocoumarine. Diese können zu Irritationen der Haut und Schleimhäute, sowie Erbrechen und Durchfall führen. In größeren Mengen kann es sogar zu Lähmungen und Krämpfen bis hin zum Tod kommen.


  • Alpenveilchen (Cyclamen spp.)
  • Begonie (Begonia spp.)
  • Bogenhanf (Sansevieria spp.)
  • Christusdorn (Euphorbia milii)
  • Dieffenbachie (Dieffenbachia spp.)
  • Efeu (Hedera spp.)
  • Efeutute (Epipremnum aurem)
  • Einblatt (Spathiphyllum spp.)
  • Fensterblatt (Monstera deliciosa)
  • Flamingoblume (Anthurium spp.)
  • Gummibaum-Arten (Ficus spp.)
  • Klivie (Clivia miniata)
  • Korallenbäumchen (Solanum pseudocapsicum)
  • Kroton, Wunderstrauch (Codiaeum variegatum)
  • Oleander (Nerium oleander)
  • Passionsblumen-Arten (Passiflora spp.)
  • Philodendron (Philodendron spp.)
  • Schefflera (Schefflera spp.)
  • Stechpalme (Ilex spp.)
  • Tabakpflanze (Nicotania)
  • Usambaraveilchen (Saintpaulia spp.)
  • Wandelröschen (Lantana camara)
  • Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima)
  • Yucca (Yucca spp.)
  • Zimmerimmergrün (Catharanthus roseus)

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