Noch Käfig oder schon Voliere?

Alternativ zu der eher traditionellen Haltung im Käfig können Sie für Ihre Wellensittiche auch eine Voliere oder ein Vogelzimmer einrichten. Gerade wenn Sie sich die Option offen halten möchten, im Laufe der Zeit den Vogelschwarm weiter aufzustocken, ist es sicher sinnvoll, sich schon zu Beginn der Vogelhaltung Gedanken darüber zu machen. Die Haltungsformen unterscheiden sich in ihren Ausprägungen und Anforderungen durchaus voneinander, aber gemein ist allen, dass sie den Vögeln einen großzügig bemessenen Raum zur Verfügung stellen.

Bei den Volieren unterscheidet man grundsätzlich zwischen Innen- und Außenvolieren, weil sich bei der Innen- und Außenhaltung unterschiedliche Herausforderungen stellen, denen die Volieren gerecht werden müssen. Während für Zimmervolieren überwiegend die gleichen Anforderungen wie für Käfige gelten, muss eine Außenvoliere wechselnden Temperatur- und Wetterbedingen gerecht werden, Schutz vor Wildtieren bieten und einen gewissen hygienischen Standard gewährleisten können. 

Der Übergang zwischen großem Vogelkäfig und kleiner Innenvoliere ist fließend

Allgemein lässt sich sagen, dass eine Innenvoliere deutlich größere Abmessungen als ein Käfig hat. Wo genau aber die Grenze gezogen wird, muss vermutlich jeder für sich selbst beantworten. Üblicherweise spricht man von Volieren, wenn sie mehr als einen Meter Breite und eine Höhe von über 1,5 Metern aufweisen. Wie schon bei den Käfigen, so gilt auch bei Volieren, dass Sie mehr Wert auf eine großzügige Breite als auf die Höhe legen sollten, damit Ihre Sittiche den Raum gut zum Fliegen nutzen können. Doch selbst bei einer großzügigen Innenvoliere von zwei Metern Breite freuen sich die Vögel über ein zusätzliches großes Freiflugangebot, weil eben auch eine Flugstrecke von zwei Metern nicht dem Bewegungsdrang der quirligen Australier gerecht wird.

Egal ob Sie eine fertige Innenvoliere kaufen oder lieber selbst eine bauen (lassen) wollen, bei Material, Farbe und Form können Sie sich an den Vorgaben für Käfige orientieren. Unter Umständen kommt bei einem Selbstbau auch Holz als Baumaterial ins Gespräch. Der Vorteil ist, dass sich Holz recht einfach bearbeiten lässt, allerdings ist es deutlich schwerer zu reinigen und nicht so widerstandsfähig wie beispielsweise Metall. Achten Sie in dem Fall darauf, dass Sie eine möglichst harte Holzart wie beispielsweise Buchenholz verwenden, damit es den schredderwütigen Krummschnäbeln etwas länger standhält. Selbstverständlich sollte das Holz unbehandelt sein, wenn die Vögel direkt damit in Berührung kommen. Um eine Reinigung zu vereinfachen, kann man die Holzteile mit ungiftigem Klarlack auf Wasserbasis behandeln, welcher auch für Kinderspielzeuge geeignet ist und im Fachhandel oder Baumarkt angeboten wird.

Legen Sie bei großen Volieren besonders Wert darauf, dass Sie alle inneren Ecken gut erreichen können, damit Sie ohne Verrenkungen das Futter austauschen oder die üblichen Reinigungsarbeiten ausführen können. 
Manche Modelle bieten ein Trenngitter an, mit dem sich die Voliere unterteilen lässt. Das kann sehr nützlich sein, wenn Sie mal einen Vogel oder ein Pärchen separieren möchten, oder es ist hilfreich, wenn Sie ein Tier aus der Voliere herausfangen möchten.

Im Handel finden sich einige Volieren, die mit einer Art Satteldach angeboten werden. Auch wenn das vielleicht dekorativ aussieht, so haben diese Dächer doch einige Nachteile. Denn weder können Sie auf diesen schrägen Dächern Spielplätze aufstellen, noch können Sie darunter Schaukeln oder Spielsachen aufhängen. Hinzu kommt, dass diese Dächer den Innenraum verdunkeln, was sich vor allem bei nicht ganz so hellen Standorten nachteilig auswirkt. Abhilfe könnte hier eine Vogellampe schaffen, die in unmittelbarer Nähe zu der Voliere angebracht wird. Aber einfacher und zweckmäßiger ist in jedem Fall eine Voliere mit flachem Gitterdach. Sie lässt Licht herein und bietet Stell- und Dekorationsfläche.

Sehr nützlich kann es sein, wenn eine Voliere über Rollen verfügt, so dass sie zur Reinigung auch mal zur Seite geschoben werden kann. Wichtig dabei ist, dass die Rollen stabil und gut verarbeitet sind, damit sich die Voliere gut verschieben lässt und es keine unangenehmen Überraschungen wie eine defekte oder abgebrochene Rolle gibt.

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